Kakerlaken im Haus? Diese einfache Alufolien-Falle soll helfen
Kakerlaken zeigen sich meistens nachts und verschwinden blitzschnell in Spalten, hinter Möbeln oder unter Küchengeräten. Wer ein einzelnes Tier entdeckt, sollte deshalb aufmerksam werden: Häufig befinden sich weitere Schaben in schwer zugänglichen Verstecken.
In dem Video wird eine selbst gemachte Köderfalle aus Zucker, Natron, Zitronenschale und Alufolie vorgestellt. Zusätzlich soll eine Zitronenlösung dabei helfen, Küchenoberflächen zu reinigen und mögliche Nahrungsgerüche zu reduzieren.
Zutaten für die selbst gemachte Köderfalle
Für die Mischung werden folgende Dinge benötigt:
- 4 Esslöffel Zucker
- 2 Esslöffel Natron
- Abgeriebene Schale einer Limette oder Zitrone
- Eine kleine Menge Zahnpasta
- Alufolie
- Eine Gabel
Der Zucker dient als Lockmittel. Das Natron wird gleichmäßig daruntergemischt, während die geriebene Zitronenschale der Mischung ein intensiveres Aroma verleihen soll. Die Zahnpasta sorgt hauptsächlich dafür, dass eine formbare Masse entsteht.
So wird die Mischung vorbereitet
Zuerst Zucker und Natron in eine Schüssel geben und gründlich vermengen. Anschließend die äußere grüne oder gelbe Schale der Zitrusfrucht fein abreiben. Die weiße Schicht darunter sollte möglichst nicht verwendet werden.
Den Abrieb zur Zucker-Natron-Mischung geben. Danach nur wenig Zahnpasta hinzufügen und alles verrühren, bis eine feste, leicht formbare Paste entsteht. Die Masse sollte nicht flüssig sein, damit sie später nicht aus der Alufolie austritt.
Kleine Päckchen aus Alufolie formen
Ein kleines Stück Alufolie ausbreiten und etwas von der vorbereiteten Paste in die Mitte geben. Die Folie anschließend von allen Seiten fest zusammenfalten.
Mit einer Gabel werden vorsichtig mehrere kleine Öffnungen in das Päckchen gestochen. Durch diese Löcher kann sich der Geruch der Mischung verbreiten. Gleichzeitig bleiben die Zutaten weitgehend von der Umgebung abgeschirmt.
Die fertigen Päckchen können laut Video an Stellen ausgelegt werden, an denen bereits Kakerlaken beobachtet wurden, beispielsweise:
- hinter oder unter dem Herd
- unter der Spüle
- hinter Küchenschränken
- in dunklen Ecken
- in der Nähe von Abflüssen
Wichtig: Die Köder müssen für Kinder und Haustiere vollkommen unerreichbar sein. Sie dürfen außerdem nicht auf Arbeitsflächen, neben unverpackten Lebensmitteln oder in Bereichen liegen, in denen Lebensmittel zubereitet werden.
Ergänzende Reinigung mit Zitronenwasser
Aus der übrig gebliebenen Zitrone lässt sich eine einfache Reinigungslösung herstellen. Dafür den Saft einer Zitrone in 300 bis 500 Milliliter warmes Wasser pressen und die Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen.
Die Lösung kann zwei- bis dreimal pro Woche auf geeignete, säurebeständige Oberflächen gesprüht werden. Anschließend wird mit einem sauberen Tuch nachgewischt. Dadurch lassen sich Fett- und Speisereste entfernen, die Schaben als Nahrungsquelle dienen könnten.
Zitronenwasser sollte nicht auf Naturstein, Marmor oder anderen säureempfindlichen Materialien verwendet werden. Vor der großflächigen Anwendung empfiehlt sich ein Test an einer unauffälligen Stelle.
Sauberkeit bleibt die wichtigste Maßnahme
Eine selbst gemachte Falle allein reicht bei einem stärkeren Befall meist nicht aus. Entscheidend ist, den Tieren möglichst wenig Nahrung, Wasser und Versteckmöglichkeiten zu bieten. Lebensmittel sollten verschlossen aufbewahrt, Krümel sofort entfernt und undichte Wasseranschlüsse repariert werden. Abfälle gehören in gut schließende Behälter.
Auch Spalten an Fußleisten, Rohren und Schränken sollten abgedichtet werden. Kartons und unnötige Gegenstände in dunklen Bereichen bieten den Tieren zusätzliche Verstecke und sollten regelmäßig entfernt werden.
Wichtiger Hinweis zur Wirksamkeit
Die im Video vorgestellte Hausmethode ist kein garantiert wirksames oder wissenschaftlich geprüftes Schädlingsbekämpfungsmittel. Insbesondere die Behauptung, dass damit ein komplettes Nest beseitigt werde, lässt sich nicht zuverlässig belegen. Bei wiederholten Sichtungen, vielen Tieren oder einem Befall in mehreren Räumen sollte deshalb ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden.
