Professionelles Reinigungsmittel selbst herstellen: clevere Haushaltstricks mit einfachen Zutaten
Für einen sauberen Haushalt braucht man nicht immer teure Spezialreiniger. Einige alltägliche Produkte können dabei helfen, Böden, Fugen, Abflüsse und Küchenfilter gründlich zu reinigen. Wichtig ist jedoch, Reinigungsmittel niemals unkontrolliert zu vermischen und jede Methode zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen.
Hausgemachter Bodenreiniger aus vier Zutaten
Für einen einfachen Bodenreiniger benötigst du:
- 2 Teelöffel Waschpulver
- 400 ml heißes Wasser
- 100 ml Weichspüler
- 3 Esslöffel weißen Haushaltsessig
- 3 Esslöffel Spülmittel
- zusätzlich etwa 1 Liter Wasser
Löse zuerst das Waschpulver vollständig im heißen Wasser auf. Gib anschließend Weichspüler und Spülmittel hinzu. Der Essig sollte vorsichtig und nur dann verwendet werden, wenn keines der Produkte Chlorbleiche oder andere reaktive Stoffe enthält. Verdünne die Mischung danach mit einem Liter Wasser und fülle sie in eine deutlich beschriftete Flasche.
Verteile eine kleine Menge auf dem verschmutzten Boden und bearbeite hartnäckige Stellen mit einer Bürste. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen. Bei Naturstein, Marmor, empfindlichen Fliesen oder Holz sollte kein Essig verwendet werden, da die Säure die Oberfläche beschädigen kann.
Natron gegen hartnäckige Verschmutzungen
Auf unempfindlichen Fliesen kann Natron eine sanfte Scheuerwirkung entfalten. Streue eine kleine Menge auf die verschmutzte Stelle und gib etwas verdünnten Reiniger darüber. Bearbeite den Bereich mit einer Bürste und entferne sämtliche Rückstände anschließend mit sauberem Wasser.
Auch hier gilt: Natron zuerst an einer unauffälligen Stelle testen. Auf empfindlichen oder versiegelten Oberflächen kann selbst ein mildes Scheuermittel feine Kratzer verursachen.
Zimt für einen angenehmen Duft
Zimt wird gelegentlich als natürlicher Raumduft für das Wischwasser verwendet. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.
Bei der ersten Methode wird eine kleine Menge gemahlener Zimt ins Wischwasser gegeben. Allerdings können dabei Rückstände auf hellen Böden entstehen. Sicherer ist deshalb die zweite Variante: Drei Zimtstangen etwa zehn Minuten in Wasser köcheln lassen, die Flüssigkeit vollständig abkühlen lassen und anschließend abseihen. Eine kleine Menge des Zimtwassers kann danach zum normalen Wischwasser gegeben werden.
Der Duft kann eine angenehme Atmosphäre schaffen, ersetzt aber weder Desinfektionsmittel noch eine gründliche Reinigung.
Teppiche mit einem separaten Besen auffrischen
Ein sauberer Besen kann mit einer sehr kleinen Menge stark verdünntem Weichspüler angefeuchtet werden, um oberflächliche Haare und Staub aus einem Teppich zu entfernen. Der Besen darf dabei nicht nass sein.
Teste die Methode vorher an einer verdeckten Stelle. Weichspüler kann Rückstände hinterlassen, die Fasern verkleben oder bei empfindlichen Personen und Haustieren Reizungen verursachen. Für wertvolle Teppiche ist ein dafür geeigneter Teppichreiniger die bessere Wahl.
Schwer erreichbare Stellen rund um die Toilette reinigen
Rasierschaum wird häufig als Haushaltstrick gegen Gerüche und oberflächliche Verschmutzungen verwendet. Trage eine kleine Menge auf die Fliesen rund um die Toilette auf, verteile sie mit einer ausschließlich dafür vorgesehenen Bürste und lasse sie kurz einwirken. Danach gründlich mit Wasser abwischen.
Verwende niemals denselben Besen für Teppiche und Badezimmerbereiche. Rasierschaum sollte außerdem nicht mit anderen Reinigungsmitteln kombiniert werden.
Abfluss mit Natron und Spülmittel reinigen
Für leichte Ablagerungen können vier Esslöffel Natron und ein wenig Spülmittel in den Abfluss gegeben werden. Danach langsam warmes Wasser nachgießen. Diese Methode kann Fett und Gerüche reduzieren, löst aber keine festen Verstopfungen.
Die oft empfohlene Kombination aus Natron und Essig schäumt zwar sichtbar, ihre Wirkung gegen hartnäckige Ablagerungen ist jedoch begrenzt. Verschließe den Abfluss während der Reaktion niemals vollständig, da Druck entstehen kann. Bei einer starken Verstopfung sind eine Saugglocke, eine Reinigungsspirale oder professionelle Hilfe sinnvoller.
Fugen mit Natronpaste säubern
Mische Natron mit wenig Wasser zu einer dickflüssigen Paste. Trage sie mit einer neuen, ausschließlich zur Fugenreinigung verwendeten Bürste auf. Lass sie einige Minuten einwirken und schrubbe anschließend vorsichtig.
Entferne die Paste mit einem feuchten Tuch und trockne die Fläche gut ab. Natron kann oberflächliche Flecken aufhellen, beseitigt aber keinen tief sitzenden Schimmel. Bei größerem Schimmelbefall muss die Ursache der Feuchtigkeit behoben werden.
Fettige Dunstabzugshaubenfilter reinigen
Metallfilter der Dunstabzugshaube lassen sich häufig in heißem Wasser mit einem geeigneten Fettlöser oder einer Spülmaschinentablette einweichen. Lege den Filter in ein hitzebeständiges Gefäß und beachte die Pflegehinweise des Herstellers.
Bei Acrylbadewannen darf kochendes Wasser nicht direkt auf die Oberfläche gegossen werden. Nach etwa 15 Minuten Einwirkzeit den Filter mit einer Bürste bearbeiten, gründlich abspülen und vollständig trocknen lassen, bevor er wieder eingesetzt wird. Aktivkohlefilter dürfen in der Regel nicht auf diese Weise gereinigt werden und müssen ausgetauscht werden.
Wichtige Sicherheitsregeln
Mische niemals Chlorreiniger mit Essig, Säuren, Ammoniak oder anderen Reinigungsmitteln. Dabei können gefährliche Gase entstehen. Trage bei Bedarf Handschuhe, lüfte den Raum gut und bewahre selbst gemischte Produkte beschriftet sowie außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Mit einfachen Zutaten lassen sich viele Verschmutzungen lösen. Entscheidend sind jedoch die richtige Dosierung, geeignete Oberflächen und ein vorsichtiger Umgang mit allen Reinigungsmitteln.
