Ungewöhnliche Rattenfalle aus Kunststoffboxen: So funktioniert der einfache Trick

Ratten im Garten, Keller oder rund um das Haus sind nicht nur unangenehm. Sie können Lebensmittel verunreinigen, Kabel beschädigen und Krankheitserreger übertragen. In dem Video wird eine ungewöhnliche Konstruktion aus einfachen Kunststoffboxen vorgestellt, mit der sich die Tiere ohne eine klassische Schlagfalle fangen lassen sollen.

Die Idee wirkt zunächst überraschend, basiert jedoch auf einem einfachen Prinzip: Eine Ratte wird durch einen attraktiven Köder in einen Behälter gelockt, aus dem sie anschließend nicht ohne Weiteres entkommen kann.

Warum Kunststoffboxen verwendet werden

Kunststoffbehälter sind leicht, preiswert und in vielen Haushalten bereits vorhanden. Für eine solche Falle sollten sie allerdings stabil, ausreichend groß und möglichst glattwandig sein. Eine zu kleine oder instabile Box kann umkippen, beschädigt werden oder dem Tier Verletzungen zufügen.

Die Konstruktion sollte außerdem so aufgebaut sein, dass die Ratte hineingelangt, der Rückweg jedoch erschwert wird. Je nach Ausführung kann dafür eine zweite Box, eine Rampe oder ein beweglicher Zugang verwendet werden.

Diese Materialien werden benötigt

Für den im Video gezeigten Grundgedanken braucht man nur wenige Dinge:

  • zwei stabile Kunststoffboxen
  • eine kleine Rampe oder ein Brett
  • einen geeigneten Köder
  • Befestigungsmaterial für einen sicheren Aufbau
  • Schutzhandschuhe

Als Köder eignen sich stark riechende Lebensmittel, beispielsweise Erdnussbutter, Haferflocken, Nüsse oder ein kleines Stück Obst. Käse ist entgegen der verbreiteten Vorstellung nicht unbedingt die beste Wahl.

So wird die Falle vorbereitet

Zunächst werden die Kunststoffboxen gereinigt und an einem ruhigen Ort aufgestellt. Die Falle sollte dort stehen, wo zuvor eindeutige Hinweise auf Ratten entdeckt wurden. Dazu gehören Kotspuren, angenagte Verpackungen, Löcher oder schmale Laufwege entlang einer Wand.

Anschließend wird der Zugang so angebracht, dass die Ratte den oberen beziehungsweise inneren Bereich der Konstruktion erreichen kann. Der Köder kommt an eine Stelle, die das Tier dazu bringt, vollständig in den Fangbehälter zu gelangen.

Wichtig ist, dass alle Teile fest sitzen. Scharfe Kanten, hervorstehende Schrauben und andere mögliche Verletzungsquellen müssen unbedingt vermieden werden.

Geduld ist entscheidend

Ratten sind intelligente und äußerst vorsichtige Tiere. Neue Gegenstände in ihrer Umgebung werden häufig zunächst gemieden. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Konstruktion einige Zeit ungesichert aufzustellen und lediglich Köder darin zu platzieren.

Erst wenn der Köder regelmäßig verschwindet, wird der eigentliche Fangmechanismus aktiviert. Während dieser Zeit sollte der Standort möglichst nicht verändert werden. Auch menschliche Gerüche können die Tiere misstrauisch machen, weshalb beim Umgang mit der Falle Handschuhe empfehlenswert sind.

Die Falle regelmäßig kontrollieren

Eine Lebendfalle darf niemals über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. Sie muss mehrmals täglich kontrolliert werden, damit ein gefangenes Tier nicht unnötig unter Stress, Hitze, Kälte oder Wassermangel leidet.

Beim Umgang mit einer gefangenen Ratte sind feste Handschuhe und geschlossene Kleidung notwendig. Direkter Kontakt sollte vermieden werden, da Ratten bei Angst beißen können und möglicherweise Krankheitserreger übertragen.

Die gesetzlichen Vorschriften zum Fangen, Transportieren und Freilassen von Ratten unterscheiden sich je nach Region. Im Zweifel sollte man sich an das zuständige Ordnungsamt, die Gemeinde oder einen professionellen Schädlingsbekämpfer wenden.

Vorbeugung bleibt die beste Lösung

Eine Falle allein löst das Problem häufig nicht dauerhaft. Entscheidend ist, den Tieren Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten zu entziehen:

  • Lebensmittel in fest verschlossenen Behältern lagern
  • Tierfutter nicht über Nacht offen stehen lassen
  • Mülltonnen geschlossen halten
  • Fallobst und Essensreste entfernen
  • Öffnungen und Mauerspalten abdichten
  • Kompostplätze regelmäßig kontrollieren
  • Wasserstellen und undichte Leitungen beseitigen

Werden wiederholt Ratten beobachtet oder befindet sich ein Nest in der Nähe des Hauses, sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden. Das gilt besonders bei einem stärkeren Befall oder wenn Kinder und Haustiere im Haushalt leben.

Fazit

Der Kunststoffboxen-Trick aus dem Video zeigt, wie sich mit einfachen Materialien eine improvisierte Rattenfalle konstruieren lässt. Damit sie sicher und möglichst tiergerecht eingesetzt wird, muss sie stabil aufgebaut und häufig kontrolliert werden. Noch wichtiger ist es jedoch, mögliche Nahrungsquellen zu beseitigen und sämtliche Zugänge zum Haus dauerhaft zu verschließen.

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